Die MPU, im Volksmund besser bekannt als Idiotentest, ist wohl die am meisten gefürchtete Untersuchung eines jeden Autofahrers. Nachdem mein Freund kürzlich eine solche Untersuchung über sich ergehen lassen musste, habe ich ihn einmal gefragt, wie das Ganze so abläuft, denn interessieren tut mich das Ganze schon. Mein Freund meinte dann, es komme immer auf die Art der MPU an, diese könne man in die Punkte-MPU, die Alkohol-MPU und die Drogen-MPU unterscheiden.
Als Bestandteile kommen aber immer die drei Variablen der Verkehrsmedizin und Verkehrspsychologie, sowie der Leistungsdiagnostik zum Einsatz. Bei der verkehrsmedizinischen Untersuchung geht es vor allen Dingen darum, dass überprüft wird, ob eine Drogen- oder Alkoholabhängigkeit, sowie ein Missbrauch dieser Rauschmittel vorliegt. Neben dem reinen Arzt-Patient-Gespräch, so mein Freund, kommt es auch zu medizinischen Untersuchungen. Mittels Urin- und Blutproben wird beispielsweise der Gehalt von Alkohol oder Drogen im Blut bzw. Urin überprüft.
Im Bereich der Verkehrspsychologie bei der MPU will der Gutachter wohl herausfinden, welche Erfahrungen man mit Alkohol und Drogen hat und wie man dazu steht, diese auch im Straßenverkehr zu nutzen. Es muss eindeutig psychologisch geklärt werden, dass keine Wiederholungstat zu erwarten ist. Mein Freund meinte, viele sehen diese psychologische Untersuchung als den wichtigsten Bestandteil der MPU an.
Bei der Leistungsdiagnostik musste mein Freund dann an einem Computer, an dem verschiedene Situationen aus dem Straßenverkehr simuliert wurden, seine Reaktions- und Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Schlussendlich hat er es aber geschafft und die Fahrerlaubnis mittlerweile offiziell wieder erhalten. Er bekam zwar schon eine erste Prognose nach Abschluss der drei bis vier Stunden andauernden online-MPU, allerdings lagen die Blut- und Urintests noch nicht vor. Den ausführlichen Bericht gab es etwa zwei Wochen später.